Fluoreszein-Probe
Die Fluoreszein-Probe dient dem Nachweis von Verletzungen der Hornhaut. Der Farbstoff wird entweder direkt auf die Hornhaut getropft oder mit einem Teststreifen in das Auge verbracht. Fluoreszein ist hydrophil, d.h. es färbt wasserhaltige Strukturen an. Da ein geschlossenes Hornhautepithel äußerlich eine fettige Oberfläche hat bleibt dort der Farbstoff nicht haften. Im Falle einer Verletzung bleibt der Farbstoff an dem freiliegenden wasserhaltigen Hornhautstroma haften und wird für den Untersucher bei einer Beleuchtung mit blauem Licht sichtbar. Ausnahmen bilden Verletzungen oder Geschwüre, die bis zur letzten Schicht der Hornhaut reichen, sogenannte Deszemetocelen. Die Deszemetsche Membran kann nicht mit Flueszein angefärbt werden, dadurch färbt sich der Ulkusgrund in einem solchen Fall nicht an.
Follikel
Follikel (Bläschen) in der Bindehaut sind lokale Anhäufungen von Lymphozyten (bestimmte weiße Blutzellen) als Reaktion auf eine Bindehautentzündung. Besonders auffällig sind diese Bläschen bei der sogenannten Konjunktivitis follikularis.
Fundus
Der Fundus oder Augenhintergrund ist der durch ein Ophthalmoskop sichtbare hintere Anteil des Auges. Er besteht aus Netzhaut, Aderhaut, Tapetum und Sehnervpapille. Wenn das innere Auge durch Licht erhellt wird, z.B. bei einer Fotoaufnahme mit Blitz oder durch das Anstrahlen mit einem Scheinwerfer bei Nacht sieht man den Fundusreflex. Je nach Tierart ist dieser Fundusreflex farblich unterschiedlich (z.B. gelblich bei der Katze, rötlich beim Mensch)
Fundusfotografie
Die Fundusfotografie dient der Dokumentation von normalen oder veränderten Befunden des Augenhintergrundes. Die Aufnahmen werden mit einer speziellen Kamera bei einer maximal erweiterten Pupille durchgeführt.
